Allgemeines
Die Türkei (Türkiye) liegt an der südlichen Grenze zwischen Asien und Europa. Die Hauptstadt Ankara hat seit dem 31.Dezember 2023 über 5 Milionen Einwohner und ist nach Istanbul die zweitgrößte Stadt.
Entstehung der Türkei
Die Türkei wurde am 29. Oktober 1923, nach dem Fall der Osmanen, von Mustafa Kemal gegründet. Seit 1935 nennt man ihn auch Atatürk (Vater der Türken). Atatürk rief strikte Reformen hervor, die die jungen Türken befolgen mussten. Darunter fallen
- Religionsunterdrückung: Er trennte Staat und Religion.
- Rechtsreformen: Er ersetzte das Osmanische Gesetzbuch, welches der Islamischen Rechte stark betonte (Scharia).
- Einführung des lateinischen Alphabets: Der Alphabetwechsel sollte der Erleichterung der Bildung und der Kommunikation mit anderen Ländern dienen.
- Sprachanpassung: Er passte die türkische Sprache an, damit sie nicht wie das Persische oder Arabische klingt.
- Währungsanpassung: Der türkische Lira bekam einen festen Wert.
- Wahlrechte: 1934 durften Frauen der türkischen Republik wählen und als Kandidatinnen antreten und gewählt werden.
Katastrophen
Bevor das Land zustande kam, waren die Osmanen geschwächt nach der Niederlage der Mittelmächte im 1.Weltkrieg. Dies führte auch zum Zerfall des Osmanischen Reichs.
Nebenbei war die Türkei auch Opfer von zahlreichen starken Erdbeben.
- Das Erdbeben in Izmit (Kocaeli, 1999) mit einer Stärke von 7,4 beendete das Leben von über 17.000 Menschen und sorgte auch dafür, dass viele Menschen ihren Wohnsitz verloren.
- Das Erdbeben in Kahramanmaras (2023) erreichte eine Stärke von 7,8. Somit ist es das stärkste gemessene Erdbeben weltweit. Dieses Erdbeben konnte bis über 600 Kilometer weit gespürt werden und sorgte für 50.000 Todesopfer und tausende Verletzte und Obdachlose.
Neulich war die Türkei durch Waldbrände in höchster Gefahr. Im Sommer 2021 erlebte die Türkei durch die hohen Temperaturen (über 40° Celsius) Waldbrände, die über mehrere Städte hinwegzogen. Der Waldbrand zerstörte tausende Hektar Wald und auch Lebensraum in Dörfern.
Gerichte
- Die türkische Küche ist in Österreich stark verbreitet. Das beliebteste und bekannteste türkische Gericht in Österreich, der Döner Kebab, wurde ursprünglich in Berlin von Kadir Nurman erfunden. Unter dem Begriff „Döner Kebab“ versteht man das Hühner- oder Kalbfleisch, das sich neben einem Grill automatisch dreht. Daneben steht ein so genannter Dönermann, der das Fleisch mit einer Machete vom Rand abschneidet. Dann wird das frisch geschnittene Fleisch in ein Fladenbrot gelegt und mit Soßen oder Beilagen serviert.
- Unter dem Begriff „Kebab“ versteht man Kalbfleisch mit Salat und wenig Brot, auf einem Teller serviert. Dies unterscheidet sich vom Döner Kebab, da es schon viel früher in der Türkei erfunden wurde.
- Meist sind Speisen nach türkischen Städten benannt wie der Adana Kebab. Das ist ein mild gewürztes Fleisch am Spieß, welches ebenfalls mit Fladenbrot serviert wird. Urfa Kebab ist wie Adana Kebab, nur mit dem Unterschied, dass es scharf gewürzt wird.
- Der Lahmacun oder auch die „Türkische Pizza“ ist ein eher unbekanntes Gericht in Europa, da die Herstellung sehr zeitaufwendig ist. Man bereitet einen Teig vor und bestreicht ihn mit Hackfleisch. Der Teig darf dabei nicht zu dünn und nicht zu dick sein. Er wird dann mit weiteren Gewürzen im Steinofen gebacken.








